Das Canjo

Das Canjo ist ein Saiteninstrument, bei dem als Resonanzkörper eine Dose genutzt wird.

Meist hat es nur eine Saite, es gibt sie bundlos für das Slide-Spiel und bundiert. Als Resonanzkörper werden Suppendosen, Kaffeedosen, Getränkedosen und ähnliches verwendet. Die Dose ist in Kontakt mit der schwingenden Saite und verstärkt damit den hörbaren Ton. Üblicherweise wird die Dose an einen Holzstab montiert und die Saite mittels normaler Gitarrenmechanik gespannt und gestimmt.

Der Großteil der bundierten Canjos ist mit einer "diatonischen" Bundierung versehen, dies entspricht den Tönen der "Standard-" Tonleiter mit nur tonarteigenen Halbtonschritten. Mit diesen 7 Tönen läßt sich ein großer Teil der populären Songs spielen.
Ein zusätzlicher Bund - "b7" - "the diatonic blue note" - erweitert dabei die Auswahl der spielbaren Songs beträchtlich.

Dem Design und der Fantasie der Canjobauer sind kaum Grenzen gesetzt, so gibt es Canjos mit Keksdosen, Ölkanister und vielen anderen Blechbehältnissen.

Der Sound ist selbstverständlich vom Blech der Dose geprägt und erinnert an National Steel Guitars oder Dobros. Ähnlich der "Cigarbox Guitar" ist der Ursprung dieses Instrumentes vermutlich in den frühen Blues- Zeiten in den USA zu suchen. Im europäischen Raum gibt es ähnliche Instrumente: die "Saugeign", oder der "Waschzuberbass".

Der Name des Instruments setzt sich zusammen aus: "can" (englisch für Dose) und ein Teil vom Begriff "Banjo".


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